Winterbaby 2025: Deine Kliniktaschen-Checkliste
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Der Zauber deines Winterwunders
Draußen tanzen die ersten Flocken oder der Wind pfeift um die Häuser, aber drinnen bei dir wird es ganz still und warm. Spürst du diesen besonderen „Nestbau-Trieb“? Gerade im Winter, wenn die Welt da draußen rau ist, sehnen wir uns instinktiv nach maximaler Geborgenheit.
Deine Kliniktasche ist mehr als nur Gepäck. Sie ist dein Anker. Wenn du sie packst, faltest du nicht nur Kleidung – du bereitest den ersten sicheren Raum für dein Baby vor. Damit du dich in dem magischen Moment, wenn es losgeht, vollkommen fallen lassen kannst, haben wir hier eine Liste für dich, die an alles denkt. Für deinen Kopf, deinen Körper und dein Herz.
1. Für den freien Kopf: Damit du dich ganz auf euch konzentrieren kannst
Es ist der weniger romantische Teil, aber er schenkt dir unbezahlbare Ruhe. Packe diese Dinge am besten in eine separate Mappe ganz oben in die Tasche.
- Mutterpass & Versichertenkarte: Deine treuen Begleiter der letzten Monate.
- Personalausweis oder Reisepass (von Mutter UND Vater/Partner): Damit ihr als Familie offiziell werdet (Achtung: Gültigkeit prüfen!).
- Für eure Geschichte:
- Verheiratet? Familienstammbuch oder Eheurkunde (Original).
- Unverheiratet? Deine Geburtsurkunde (Original), die des Vaters sowie die Vaterschaftsanerkennung & Sorgeerklärung (falls ihr das schon vor der Geburt erledigt habt – sehr empfehlenswert!).
- Einweisungsschein vom Frauenarzt, ausgehändigte Klinikunterlagen, Unterlagen von Voruntersuchungen (falls welche vorhanden sind).
2. Für den Kreißsaal: Kraft & Fokus
Hier geht es um Arbeit, Emotionen und Durchhaltevermögen. Du brauchst Dinge, die dich unterstützen, ohne im Weg zu sein.
- Wohlfühl-Outfit: Ein langes T-Shirt oder noch besser: Dein Linnie’s Geburtskleid. Es gibt dir Privatsphäre (Po bedeckt), hält dich warm, lässt aber Hebammen und Ärzte überall heran, wo sie hinmüssen (PDA, CTG).
- Dicke Wollsocken: Ein alter Hebammen-Spruch besagt: „Kalte Füße hemmen die Wehen.“ Gerade im Winter ist der Boden im Kreißsaal oft kühl.
- Lippenbalsam: Durch das intensive Veratmen der Wehen und die trockene Winter-Heizungsluft werden die Lippen extrem schnell spröde.
- Verpflegung: Packe deine absoluten Lieblingssnacks ein. Egal ob Traubenzucker, Bananen oder der Lieblingsriegel – und denk auch an deinen Partner, damit er dir eine starke Stütze bleiben kann.
- Haargummis (bei langen Haaren unverzichtbar).
- Ggf. Massageöl & Musik: Deine Playlist, die dich beruhigt, oder ein vertrauter Duft von zu Hause.
- Wärmflasche / Kirschkernkissen (sind meist vorhanden).
3. Auf der Wochenbettstation: Ankommen & Heilen
Nach der Geburt möchtest du es weich, bequem und stressfrei haben.
- Bequeme Kleidung: Weite Jogginghosen (der Bauch ist noch da!), Geburts-oder Stillkleider und eine gemütliche Strickjacke.
- Still-BHs: Gönn dir Komfort, gerne 1-2 Nummern größer als in der Schwangerschaft kaufen.
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Hygiene:
- Zahnbürste & Co
- Parfümfreies Duschgel/Deo (Dein Baby riecht dich am liebsten pur)
- Brustwarzensalbe
- Stilleinlagen
- Po-Dusche (absolut empfehlenswert!)
- In Klinik meist vorhanden: Große Binden, Einmalunterhosen, Handtücher, Waschlappen
- Technik: Smartphone und ein extra langes Ladekabel (Steckdosen sind im Krankenhaus oft unerreichbar weit weg vom Bett!).
- Optional nach eigener Präferenz:
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Stilllicht: Ein kleines Nachtlicht, um nachts nicht die grelle Deckenbeleuchtung einschalten zu müssen.
- Bademantel, Ohrstöpsel
- Unterhaltung: Buch, Zeitschrift, iPad, Kopfhörer o.Ä.
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Stilllicht: Ein kleines Nachtlicht, um nachts nicht die grelle Deckenbeleuchtung einschalten zu müssen.
4. Der Hebammen-Geheimtipp: Das Rote Tuch
Vielleicht hast du schon von diesem wunderbaren Ritual gehört. Es ist mehr als nur ein Tuch – es ist die erste Umarmung für dein Kind.
Dein Baby kommt aus einer warmen, dunklen Höhle, in der alles in ein sanftes, rötliches Dämmerlicht getaucht war. Der helle, weiße Kreißsaal kann für die kleinen Augen ein kleiner Schock sein.
- Der Zauber: Wickelst du dein Kleines direkt nach der Geburt in ein rotes Tuch, schenkst du ihm das Gefühl zurück: „Alles ist gut, du bist sicher, es ist wie bei Mama im Bauch.“ (Womb-Effekt).
- Nur das Beste für die Haut: Achte darauf, dass dieser erste Stoff, der dein Baby berührt, GOTS-zertifiziert ist. Rein, natürlich und frei von allem, was nicht auf zarte Babyhaut gehört.

5. Für das Baby & die Heimfahrt: Safety First
Der Moment, in dem ihr als Familie durch die Krankenhaustür tretet, ist magisch. Ihr geht nach Hause! Doch der Winterwind ist kalt. Es gilt das Zwiebelprinzip, aber mit einer wichtigen Sicherheitswarnung.
- Babykleidung und Windeln für den Aufenthalt werden meist von der Klinik gestellt.
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Das Baby Outfit:
- Langarmbody (Wolle/Seide ist toll für die Temperaturregulierung)
- Strampler oder Hose & Oberteil Gr. 50/56
- Dicke Socken oder Wollschühchen
- Mütze (Neugeborene verlieren viel Wärme über den Kopf)
- Spucktuch
- Die Autoschale (Babyschale): Übt den Einbau schon bevor das Baby da ist!
- WARNUNG – Keine dicken Jacken im Auto: Ziehe deinem Baby im Autositz keine dicke Winterjacke oder Schneeanzug an! Durch die Fütterung liegen die Gurte nicht eng genug am Körper an. Bei einem Unfall wird die Luft aus der Jacke gepresst und das Baby ist nicht gesichert.
- Die Lösung: Schnalle das Baby in normaler Kleidung (plus Mütze) an und nutze eine spezielle Einschlagdecke für die Babyschale oder lege eine warme Babydecke über die Gurte. So reist ihr sicher und kuschelig warm nach Hause.
Fazit: Packe deine Tasche, stell sie an die Tür und atme tief durch. Du bist vorbereitet. Alles, was du brauchst, ist da. Vertrau auf dich und deine Kraft. Ihr werdet das wunderbar machen.
Fehlt dir noch etwas für die Liste? Schreib es uns!
